76 Artikel, null Struktur: Wie KI mir geholfen hat, mein eigenes Content-Chaos zu lösen
von Nicole Angela Buck
Ein Nachmittag, Claude, fünf Kategorien – und ein Jahr Aufschieberitis überwunden
Das hier ist mein 77. Blogartikel. Und er ist der erste, den ich in eine Kategorie einsortieren kann. Die 76 davor standen einfach da – chronologisch, ohne Ordnung, ohne System, ohne roten Faden. Wer nach meinem Midjourney-Artikel gesucht hat, musste scrollen. Und scrollen. Und hoffen. Ich wusste seit einem Jahr, dass sich das ändern muss – und habe stattdessen weiter Artikel geschrieben.
Das erwartet Dich
Besser irgendwie starten als gar nicht
Dieser Satz begleitet mich seit Jahren. Ich sage ihn in meinen Workshops. Ich sage ihn meinen Kundinnen und Kunden. Und ich habe ihn selbst gelebt – mit meinem Blog.
Am Anfang gab es kein Kategorie-System. Kein Content-Mapping. Keine Architektur, die alles zusammenhält. Es gab Ziele, ja – jeder Artikel hatte ein klares Warum, manche waren Teil einer Serie. Aber die große Klammer drumrum? Die fehlte.
Das war okay. Denn wenn Du wartest, bis alles perfekt ist, wartest Du ewig. Und hast am Ende: nichts.
Aber irgendwann kippt es. Irgendwann hast Du so viele Artikel, dass Du selbst nicht mehr weißt, wo was steht. Irgendwann ist Dein Blog wie Dein Schreibtisch im November – alles da, nichts findbar. Bei mir war dieser Punkt bei Artikel 76.
Der Nachmittag, an dem es Klick gemacht hat
Ich hatte Claude offen. Nicht das Chatfenster – die Claude MCP Schaltzentrale. Ich war auf meinem Blog unterwegs, habe durch die Artikel gescrollt und Claude gefragt: „Du kennst meine Artikel. Aktuell sind alle ohne Struktur. Was schlägst Du als Kategorien vor?"
Was dann passierte, war kein magischer KI-Moment. Es war ein Gespräch.
Claude schlug vier Kategorien vor. Ich konterte mit sieben. Claude sagte: Sieben sind zu viele. Ich sagte: Aber Authentizität braucht eine eigene Kategorie. Claude sagte: Stimmt. Aber „Authentizität" klingt nach Lehrbuch. Was wäre, wenn die Kategorie „Klingt nach Dir" heißt?
Da war er. Der Moment. Nicht, weil Claude die perfekte Antwort hatte. Sondern weil Claude die richtigen Rückfragen gestellt hat – und mir geholfen hat, meine eigenen Antworten zu finden.
Das ist der Unterschied, den die meisten übersehen: KI kann mehr als Texte generieren. KI kann mitdenken. Sortieren. Strukturieren. Dinge sichtbar machen, die Du längst weißt – aber noch nicht in Worte gefasst hast.
Fünf Kategorien. Ein System. Endlich Klarheit.
Am Ende des Nachmittags standen sie:
- KI-Werkzeugkasten – Alles zu ChatGPT, Claude, Midjourney, Hedy, CustomGPTs und MCP-Integrationen.
- Content-System – Workflows, Content-Strategie, Adventskalender-Blaupause. Mein dickster Bereich, mein Kernthema.
- KI-Bildwelten – Midjourney, fal.ai, Flux, LoRA. Alles Visuelle, klar abgegrenzt.
- Klingt nach Dir – P.E.R.S.-Formel, Maultaschen-Methode, Phrasendrescher. Damit Dein KI-Content nicht nach Roboter klingt.
- KI mit Kopf – Haltung, Mindset, Praxisberichte. Die ruhigeren Artikel. Dieser hier.
Fünf Kategorien. Jede mit eigenem Charakter. Jede mit einer Einleitung, die nach mir klingt – nicht nach Lehrbuch. Alle 76 Artikel finden ein Zuhause.
Vom Denkanstoß bis zur fertigen Umsetzung – ein Nachmittag
Und dann hat Claude auch den Rest erledigt. Mein Redaktionssystem – Contao – kann ich bedienen. Aber die Kategorien technisch anlegen, die Struktur im Backend aufsetzen, die Zuordnungen vornehmen? Das hat Claude in meinem Auftrag programmiert und umgesetzt.
Kein Entwickler. Kein Techniker. Kein „Ich muss da nochmal jemanden fragen". Ein Nachmittag.
Und „KI mit Kopf" ist nicht nur eine Kategorie. Es ist mein Newsletter-Claim. Meine Kursplattform. Mein neuer WhatsApp-Kanal „KI mit Kopf – Werkstatt". Und jetzt auch der Name meines Blogs. Alles unter einem Dach. Eine Marke. Ein Versprechen.
Was das mit Dir zu tun hat
Ich bin KI-Trainerin. Ich halte Workshops über Systeme und Workflows. Ich predige „Struktur vor Masse" seit Jahren.
Und mein eigener Blog? 76 Artikel, null Struktur, ein Jahr auf der To-Want-Liste.
Wenn selbst ich das vor mir herschiebe – dann darfst Du Dir bei Deinen zwölf oder zwanzig Artikeln erst recht keine Vorwürfe machen.
Aber es zeigt auch: KI ist nicht nur für die lauten Aufgaben da. Nicht nur für „schreib mir einen Post". Sondern auch für die leisen. Für die Projekte, die seit Monaten liegen, weil sie zu groß und zu ungreifbar sind.
KI als Denkpartnerin. Als die Kollegin, die Dir hilft, Deine eigenen Gedanken zu sortieren. Das ist KI mit Kopf.
Häkchen dran
Die To-Want-Liste hängt noch neben meinem Monitor. Manche Punkte sind abgehakt. Manche sind gewachsen. Manche haben sich verändert.
Und dieser eine Punkt? „Blogartikel strukturieren, Kategorien anlegen – endlich Ordnung im Archiv."
Häkchen. Dran.
Nicht, weil ich plötzlich mehr Zeit hatte. Sondern weil ich aufgehört habe, alles alleine machen zu wollen.
76 Artikel. Fünf Kategorien. Ein System. Und dieser hier? Das ist Nummer 77.
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Quelle: Meine Erfahrungen und der Dialog mit Claude. Die Bilder sind mit Midjourney und fal.ai generiert.
